Die Schweizer Initiative für einen Franken-Stablecoin geht in die praktische Testphase. Mit dem Finanzmarktinfrastruktur-Anbieter SIX und der Bezahl-App TWINT kommen zwei weitere Partner hinzu. Insgesamt neun Unternehmen testen jetzt konkrete Anwendungen für den digitalen Franken CHFD.
Der Stablecoin ist im Verhältnis 1:1 an den Schweizer Franken gekoppelt. Ein CHFD entspricht damit genau einem Franken. Technisch läuft das System bereits seit Ende Juni in einer geschützten Live-Umgebung. Die Plattform wird von der CHFD Infrastruktur AG betrieben, einer Tochter der Swiss Stablecoin AG.
Zur Initiative gehören neben SIX, TWINT und Swiss Stablecoin die UBS, PostFinance, Sygnum, Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank und die Banque Cantonale Vaudoise. Gestartet wurde das Projekt im April 2026.
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SIX verbindet den Stablecoin-Test mit der Finanzmarktinfrastruktur
Mit SIX erhält das Projekt einen Partner, der tief in der Schweizer Börsen-, Clearing- und Abwicklungsinfrastruktur verankert ist. TWINT bringt dagegen Erfahrung aus dem alltäglichen digitalen Zahlungsverkehr ein.
Genau diese Kombination ist für den Test relevant: Ein Franken-Stablecoin müsste sich nicht nur auf einer Blockchain bewegen lassen, sondern auch mit bestehender Finanz- und Zahlungsinfrastruktur zusammenspielen.
Geprüft werden unter anderem automatisierte Transaktionen zwischen Finanzinstituten sowie die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte. Ein weiterer Schwerpunkt sind programmierbare Zahlungen, bei denen Bedingungen direkt in den Zahlungsprozess eingebaut werden können.
Die Partner untersuchen unter anderem, ob sich damit Betrugsrisiken auf Online-Marktplätzen reduzieren lassen. Auch ein kontrollierterer Zugang zu Eventtickets und effizientere Auszahlungen von Geldern der öffentlichen Hand gehören zu den Testfällen.
CHFD bleibt vorerst ein Pilotprojekt
Die Sandbox arbeitet mit einem eingeschränkten Teilnehmerkreis und Betragslimiten. Damit können reale Transaktionen getestet werden, ohne den Stablecoin bereits für einen breiten Markt zu öffnen.
Die Testphase ist ausdrücklich ergebnisoffen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 laufen. Untersucht werden neben dem praktischen Nutzen auch technische, operative und regulatorische Anforderungen.
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Ein kommerzieller Start von CHFD ist damit vorerst noch nicht beschlossen.












