Hyperliquid hat vor wenigen Stunden angekündigt, dass künftig jeder Nutzer eigene Wettmärkte zu klar definierten Ereignissen auf der Plattform erstellen kann. Die Funktion wird zunächst im Testnet eingeführt und soll nach weiteren Tests auch im Mainnet verfügbar sein.
Dabei geht es um sogenannte Outcome-Märkte. Nutzer können auf den Ausgang eines Ereignisses handeln, etwa ob ein Unternehmen seine Quartalszahlen übertrifft, ein bestimmter ETF genehmigt wird oder ein politisches Ereignis (beispielsweise ob die Republikaner die Mehrheit im Senat nach den Midterms behalten) eintritt.
Solche Märkte sind vor allem durch Polymarket bekannt geworden. Dort entscheidet bislang jedoch der Betreiber, welche Ereignisse überhaupt als Markt angeboten werden.
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Hyperliquid setzt auf ein offeneres Modell als Polymarket
Genau diesen Punkt will Hyperliquid ändern. Künftig soll jeder, der die Voraussetzungen erfüllt, selbst neue Märkte erstellen können. Eine vorherige Freigabe durch das Projekt ist nicht erforderlich.
Damit dennoch keine irreführenden oder missverständlich formulierten Märkte entstehen, legen die Validatoren des Netzwerks standardisierte Vorlagen fest. Diese definieren unter anderem, wie eine Frage formuliert sein muss und nach welchen Kriterien sie später entschieden wird. Die Regeln werden direkt auf der Blockchain gespeichert und können von allen Marktteilnehmern genutzt werden.
Mehrere Nutzer dürfen denselben Markt erstellen. Dadurch entscheidet der Wettbewerb, welche Version die meiste Liquidität anzieht. Nur in Ausnahmefällen sollen die Validatoren selbst offizielle Märkte veröffentlichen.
Hohe Sicherheitsanforderungen für Wetten auf Hyperliquid
Wer eigene Märkte starten möchte, muss 500.000 HYPE (zum Redaktionszeitpunkt entspricht das umgerechnet 26.327.280€) als Sicherheit hinterlegen. Dieses Guthaben kann gekürzt werden, wenn Märkte unklar formuliert werden, falsch aufgelöst werden oder länger als eine Woche ungeklärt bleiben.
Die hinterlegten Coins bleiben für sechs Monate gesperrt. Außerdem können Betreiber ihre Sicherheit erst wieder freigeben, wenn alle von ihnen erstellten Märkte abgeschlossen sind. Dadurch sollen Entwickler auch bei langfristigen Ereignissen Verantwortung für ihre Märkte übernehmen.
Zum Start darf jeder Betreiber bis zu 100 einzelne Outcomes beziehungsweise 200 Outcome-Token gleichzeitig verwalten. Sobald ein Markt beendet ist, wird diese Kapazität wieder frei. Später soll ein Auktionssystem eingeführt werden, mit dem Betreiber zusätzliche Kapazitäten erwerben können.
Hyperliquid plant außerdem, dass Betreiber künftig bis zu 50 Prozent der Handelsgebühren ihrer eigenen Märkte erhalten können. Diese Funktion soll in einem späteren Update folgen. Zum Start werden ausschließlich AQAv2-Quote-Token unterstützt. Nach Angaben des Projekts können sich einzelne Details bis zur Einführung im Testnet noch ändern.
Neue Partnerschaft stärkt HYPE-Ökosystem
Darüber hinaus treibt Hyperliquid auch den Ausbau seines Ökosystems weiter voran. Erst vor wenigen Tagen kündigte das Nasdaq-gelistete Unternehmen Hyperion DeFi eine Partnerschaft mit Skew Technologies an.
Hyperion stellt dafür 500.000 HYPE bereit, um zunächst institutionelle Perpetual-Futures-Märkte über HIP-3 zu ermöglichen. Sobald HIP-4 produktionsreif ist, soll die Zusammenarbeit auch auf Outcome- und Prognosemärkte ausgeweitet werden.
Zum Redaktionszeitpunkt verzeichnet der HYPE-Kurs ein leichtes Minus von 0,86% in den letzten 24 Stunden und sank auf 60,28 USD.
Mit einer Marktkapitalisierung von 13,36 Milliarden USD belegt HYPE Rang 9 der größten Kryptowährungen der Welt.








