Die African Development Bank Group (AfDB) will Afrikas kritische Mineralien für eine industrielle Transformation nutzen. Die IOTA-Stiftung hat in einem X-Beitrag am Donnerstag darauf hingewiesen und einen Artikel der AfDB geteilt.

IOTA-Stiftung sieht Chance für Salus

Am 10. Juli fand in Abidjan (Elfenbeinküste) ein von der AfDB organisiertes Treffen afrikanischer Minister statt. Beteiligt waren zudem Vertreter der Afrikanischen Union, der UN-Wirtschaftskommission für Afrika, der afrikanischen Freihandelszone AfCFTA, von Entwicklungsbanken und der Privatwirtschaft.

Tipp der Redaktion: Schiener: TWIN soll IOTA zurück in die Krypto-Top-100 bringen

Laut der African Development Bank Group verfügt Afrika über rund 30 Prozent der weltweit wichtigsten Vorkommen kritischer Mineralien. Dazu gehören Kobalt, Lithium, Graphit, Seltene Erden, Kupfer, Nickel und Metalle der Platingruppe.

Ein Großteil dieser Rohstoffe wird unverarbeitet exportiert, während Verarbeitung, Arbeitsplätze und technisches Know-how außerhalb des Kontinents entstehen. Hanan Morsy, stellvertretende Exekutivsekretärin der UNECA, erklärte:

„Die Welt tritt in ein Zeitalter ein, das auf kritischen Mineralien aufbaut. Für Afrika ist dies eine Chance von ähnlicher Bedeutung wie die Unabhängigkeit vor 60 Jahren. Doch Chancen allein verändern keine Volkswirtschaften – eine Strategie tut es.“

Die Teilnehmer forderten regionale Wertschöpfungsketten, Investitionen in Energie- und Transportinfrastruktur sowie bessere regulatorische Rahmenbedingungen. Lieferketten müssten zudem transparenter und die Rohstoffe über nationale Grenzen hinweg zuverlässig rückverfolgbar werden.

Lesetipp: AfCFTA macht Druck: IOTA könnte vom 712-Mrd.-USD-Boom profitieren

Die IOTA-Stiftung sieht in diesem Vorhaben eine Chance für die Integration von Salus:

„Afrika ist bereit, kritische Mineralien zum Hebel seiner industriellen Transformation zu machen. Wir teilen die Einschätzung, dass diese Transformation vertrauenswürdige, transparente und rückverfolgbare Lieferketten voraussetzt – genau das Prinzip, auf dem Salus gemeinsam mit IOTA und TWIN aufbaut.“

Salus ist eine Handels- und Finanzierungsplattform für kritische Mineralien, die speziell für Lieferketten in Afrika entwickelt wurde. Ihr Ziel ist es, den Handel mit Rohstoffen wie Tantal, Lithium, Kobalt, Nickel oder Seltenen Erden transparenter, sicherer und einfacher finanzierbar zu machen.

Die Plattform verbindet geprüfte Lieferanten mit Kapitalgebern und nutzt TWIN sowie IOTA für digitale Identitäten, Tokenisierung und überprüfbare Transaktionsdaten. Handelsdokumente wie Lagerscheine und Frachtpapiere können auf IOTA tokenisiert werden.

Wichtig ist jedoch, klarzustellen, dass weder TWIN noch die Stiftung offiziell eine Kooperation mit der AfDB haben. In der Mitteilung werden weder IOTA noch Salus oder TWIN erwähnt.

Eine indirekte Verbindung besteht dennoch: An dem Forum nahm auch das AfCFTA-Sekretariat teil, das gemeinsam mit der IOTA-Stiftung, dem World Economic Forum und dem Tony Blair Institute die ADAPT-Initiative ins Leben gerufen hat.

Salus ist seit Mai 2025 operativ und hat bereits mehrere Lieferungen von Tantal, Zinn und Niob aus der afrikanischen Region der Großen Seen finanziert. Der bekannteste Anwendungsfall ist ein Tantal-Export aus Ruanda in die USA. Auf dem IOTA-Mainnet wurde dabei unter anderem ein NFT für 0,5 Tonnen Tantal ausgegeben.