Ledger hat Berichte über eine angeblich weiterhin bestehende Schwachstelle in seiner Ethereum-App zurückgewiesen. CTO Charles Guillemet, seines Zeichens Chief Technical Officer bei Ledger, führt aus, dass der zugrunde liegende Fehler bereits vor rund zwei Wochen behoben wurde.
There's some FUD circulating about Ledger signers, pushed by a "smart contract security" company claiming a vulnerability in the Ledger Ethereum app.
There was a bug concerning certain clear signing flows. It was found by the @DonjonLedger using their AI-powered vulnerability…
— Charles Guillemet (@P3b7_) August 23, 2026
Betroffen waren laut Guillemet bestimmte Abläufe beim sogenannten Clear Signing. Diese Funktion soll Nutzern auf dem Hardware-Wallet verständlich anzeigen, welche Transaktion sie tatsächlich freigeben. Ein Fehler in diesem Prozess kann entsprechend sensibel sein, weil die Anzeige auf dem Gerät ein wesentlicher Teil des Sicherheitsmodells von Hardware-Wallets ist.
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Ledger zufolge wurde das Problem vom internen Sicherheitsteam Donjon entdeckt. Das Team habe dabei eine KI-gestützte Umgebung zur Suche nach Schwachstellen eingesetzt. Nutzer, die Firmware und installierte Ledger-Apps auf dem aktuellen Stand halten, seien durch den bereits ausgelieferten Fix geschützt:
“Wenn Sie Ihre Ledger-Apps auf dem neuesten Stand halten, sind Sie geschützt. Das ist alles.”
Streit über Zeitpunkt und Offenlegung
Wie in der Vergangenheit bereits des Öfteren passiert, dreht sich die aktuelle Diskussion weniger um die Existenz des Fehlers als um dessen Veröffentlichung. Ledger beschreibt, dass ein Sicherheitsunternehmen mit Fokus auf Smart Contracts die Sicherheitslücke entdeckt und Ledger daraufhin kontaktiert habe.
Laut Ledger war die Sicherheitslücke bereits bekannt und mit einem bereits veröffentlichten Update auch behoben. Deswegen sei es laut Guillemet auch irreführend, zu behaupten, dass es eine große Sicherheitslücke gegeben habe.
Einige Nutzer aus der Community haben die mögliche Schwachstelle hingegen als massives Sicherheitsrisiko dargestellt.
KI beschleunigt die Suche nach Wallet-Schwachstellen, erhöht aber auch das Risiko für Nutzer
Die künstliche Intelligenz ist Fluch und Segen zugleich. Zwar können Schwachstellen in der Software oder anderen Sicherheitsbereichen schneller erkannt werden. Jedoch steigt auch die Gefahr, dass Hacker KI nutzen, um in Wallets einzudringen und das Vermögen abzuziehen.
Guillemet sieht in KI jedoch einen starken Vorteil für Ledger:
“Hier kommt der unbequeme Teil: KI verändert die Sicherheitslandschaft für alle – für Verteidiger genauso wie für Angreifer.
@DonjonLedger ist genau hier führend: KI wird eingesetzt, um echte Schwachstellen zu finden, bevor sie Nutzer erreichen.
Aber Forschung im KI-Tempo macht das Ökosystem nur dann sicherer, wenn die Menschen dahinter weiterhin grundlegende Sicherheitsprinzipien einhalten: Verantwortungsbewusst offenlegen. Vor der Veröffentlichung verifizieren.”
Da sich die Vorfälle in den letzten Wochen häufen, haben wir für euch die wichtigsten Tipps im Umgang mit Hardware-Wallets zusammengefasst:













