Wie wir bereits berichteten, hat der US-Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch angekündigt, die Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen von 2 Milliarden USD auf 4 Milliarden USD pro Operation zu erhöhen. Aufgrund dieses Schrittes und eines weiter schwächelnden USD wird ein perfektes Umfeld geschaffen, das den nächsten Bullrun für Bitcoin vorbereitet.

Bitcoin-Kurs könnte in einem günstigen Makroumfeld auf 180.000 USD steigen

Mark Connors, seines Zeichens Chief Investment Officer bei Risk Dimensions, führt aus, dass der regelmäßige Rückkauf von US-Staatsanleihen den Wendepunkt für Bitcoin markieren könnte. Dadurch werden seiner Meinung nach genau jene Faktoren eliminiert, die den BTC-Kurs zuvor belastet haben.

Laut Connors könnte die Höhe der Anleiherückkäufe sogar deutlich über die berichteten 4 Milliarden USD pro Operation hinausgehen und ein Volumen von 10 bis 30 Milliarden USD pro Monat erreichen. Dies könnte seiner Meinung nach den traditionellen Vierjahreszyklus unterbrechen.

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Ursprünglich erwartete er eine eher schwache Phase mit einer weiteren Seitwärtsbewegung bis November. Durch das erstmalige Durchbrechen des gleitenden 200-Tage-Durchschnitts seit neun Monaten und die weiterhin anhaltende Rallye sieht Connors ein starkes Setup, das den Weg für einen Bitcoin-Kurs von bis zu 180.000 USD bereitet.

Das folgende Chart zeigt genau diese Entwicklung im Detail auf:

Bitcoin-Kurschart mit 200-Tage-Durchschnitt: BTC steigt im August 2026 erstmals seit November 2025 wieder über die 200-Tage-Linie.
Bitcoin ($BTC) durchbricht erstmals seit November 2025 wieder seinen 200-Tage-Durchschnitt. Quelle: https://x.com/Barchart/status/2090363080110662097/photo/1

Ein weiterer möglicher Schritt könnte aus seiner Sicht die sogenannte Supplementary Leverage Ratio (SLR) betreffen. Die Regel legt fest, wie stark Banken ihre Bestände an US-Staatsanleihen im Verhältnis zum Eigenkapital ausweiten können.

Eine Lockerung würde den Instituten zusätzlichen bilanziellen Spielraum verschaffen – und damit ihre Fähigkeit erhöhen, mehr Treasuries aufzunehmen. Connors führt dazu aus:

“Wenn das passiert, beginnt Bitcoin, die erste Kursmarke von 180.000 Dollar anzusteuern.”

Sein Kursziel für den nächsten BTC-Zyklus bis 2030 liegt zwischen 180.000 und 360.000 USD. Jim Ferraioli, seines Zeichens Direktor der Research-Abteilung bei Charles Schwab, beschreibt, dass entlang der 72.000-USD-Kursmarke eine große Konzentration gehebelter Bitcoin-Shortpositionen besteht.

Laut Ferraioli könnte der Druck auf Trader weiter steigen, sofern sich BTC oberhalb dieser Marke halten oder den Anstieg sogar fortsetzen kann. Sie wären dann gezwungen, ihre Shortpositionen zu schließen, oder würden zwangsliquidiert. Da dafür Bitcoin zurückgekauft werden muss, kann dies zusätzlichen Kaufdruck erzeugen und eine Kaskade weiterer Liquidationen auslösen.

Nach Daten von CoinGlass wurden während der jüngsten Rallye Bitcoin-Shortpositionen im Wert von rund 1,65 Mrd. Dollar liquidiert. Über den gesamten Kryptomarkt summierten sich die zwangsweise geschlossenen Wetten auf fallende Kurse auf mehr als 3,1 Mrd. Dollar.

Der 15.09.2026 wird wegweisend für Bitcoin und den Kryptomarkt

Gegenwind für das beschriebene bullische Szenario könnte laut Connors vor allem durch den Clarity Act entstehen. Für den 15. September 2026 ist die erste offizielle Abstimmung vorgesehen. Der Analyst sagte:

“Das kurzfristige Kursrisiko hängt von Clarity ab. Ich glaube durchaus, dass wir von 72.000 Dollar wieder fallen werden, wenn Clarity bis zu diesem für den 15. September angesetzten Termin keine Fortschritte macht.”

Trump forderte zuletzt auf dem Krypto-Gipfel, eine “faire Version” des Clarity Act zu verabschieden. Wenngleich die Weichen für eine positive Entwicklung gestellt sind, gibt es weiterhin große Meinungsverschiedenheiten bei den Ethikregeln.

Dennoch gibt es starke Unterstützung sogar aus dem traditionellen Finanzsektor. Coinbase-CEO Brian Armstrong führt in einem Interview mit Fox News aus, dass milliardenschwere Banken und Vermögensverwalter den Clarity Act unterstützen:

“Ich glaube, der Gesetzentwurf ist eigentlich gut für die Banken. Ich denke, die meisten Banken erkennen das auch. Die meisten Banken haben inzwischen erkannt, dass dies eine Chance ist.”

Bislang unterstützen folgende Banken die Umsetzung des Clarity Act:

Ein weiteres bullisches Signal stammt vom republikanischen Senator Mike Selig. Er führt auf X aus, dass die Commodity Futures Trading Commission an einem alternativen Rahmenwerk für den Kryptosektor arbeiten wird, falls sich die Demokraten weiterhin querstellen sollten:

“Sollte CLARITY aufgrund der Blockade durch die Demokraten weiterhin ins Stocken geraten, wird die CFTC ihre bestehenden Befugnisse nutzen, um mit dem Aufbau eines Regulierungsrahmens für die Märkte für Krypto-Vermögenswerte zu beginnen.”

Ob Bitcoin den jetzigen Anstieg in gleichem Tempo fortsetzen kann, werden die nächsten Wochen zeigen.

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