Frank Thelen hat seinen Bitcoin-Ausstieg nach der jüngsten Rally auf fast 76.000 US-Dollar auf X verteidigt. Der deutsche Tech-Investor hält weiterhin Ether (ETH) und warnt Bitcoin-Maximalisten davor, seine auf zwei bis drei Jahre ausgelegte Entscheidung anhand kurzfristiger Kursbewegungen zu bewerten.
Bitcoin-Rally entfacht Debatte über Thelens Verkauf
Auslöser war ein Beitrag des X-Nutzers LightRider, wonach Thelen mit seinem Bitcoin-Verkauf „perfekt den Boden getroffen“ habe. Auch Alex von Frankenberg, der als „Hodltrainer“ bekannt ist, bezeichnete Thelens Ausstieg als „Bottom Signal“. Thelen widersprach via X deutlich:
„Ich habe keine Ahnung was kurzfristig passiert. Aber ich habe nicht am Tag des Artikels verkauft und alle ETH behalten. Euer extremes „BTC ist immer Geil“ ist einfach dumm. Und schau gerne wie meine Fonds und ETFs zu BTC performen.“
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Gegenüber von Frankenberg legte er nach:
„Alex, bitte werde nicht zum blinden Maxi. Es ist noch unter meinem Verkauf und zweitens halte ich ETH. Kurzfristig kann ich es auch nicht sagen: Ich habe einen Horizont von zwei bis drei Jahren.“
Der genaue Verkaufskurs ist nicht öffentlich. Als Thelens Ausstieg Mitte Mai bekannt wurde, notierte Bitcoin bei rund 79.000 US-Dollar. Trotz der aktuellen Rally liegt BTC damit weiterhin unter dem Kursniveau des Bekanntwerdens.
Thelen hatte im Mai erklärt, sowohl privat als auch in seinen Fonds sämtliche Bitcoin verkauft zu haben. Als Hauptgrund nannte er Fortschritte bei Quantencomputern und die aus seiner Sicht zu geringe Bereitschaft der Bitcoin-Community, tiefgreifende Protokolländerungen vorzunehmen.
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Konkret verwies er auf eine Studie von Google Quantum AI. Diese erklärte, dass ein zukünftiger Quantencomputer mit weniger als 500.000 physischen Qubits die elliptische Kurvenkryptografie von Bitcoin und Ethereum angreifen könnte.
Warum Thelen Ethereum behielt
Bei Ethereum sieht Thelen eine bessere Fähigkeit zur technischen Anpassung. Das Netzwerk habe mit dem Wechsel zu Proof of Stake bereits gezeigt, dass auch tiefgreifende Änderungen umgesetzt werden könnten. Die Ethereum-Stiftung hatte im Februar eine dezidierte Quantum-Roadmap veröffentlicht.
Neben Ethereum nannte Thelen damals auch Solana und Hyperliquid als Projekte, denen er weiterhin Chancen einräumt. Bei Hyperliquid hob er insbesondere die Einnahmen aus dem Handelsgeschäft und die HYPE-Buybacks hervor. Laut Thelen gibt es auf Hyperliquid „echten Cashflow“. Ob er persönlich SOL oder HYPE hält, ließ er offen.
Auch Thelens Verweis auf seine Anlageprodukte ist zumindest für 2026 nachvollziehbar. Der TEQ Disruptive Technologies-Fonds lag laut Factsheet vom 17. August seit Jahresbeginn 36,15 Prozent im Plus. Bitcoin verlor im selben Zeitraum rund 13 Prozent.













