Der Schweizer Digital-Asset-Anbieter Taurus hat die Integration des vollständigen Hedera-Technologie-Stacks abgeschlossen. Damit können Banken und andere regulierte Finanzinstitute Hedera-basierte Produkte über dieselbe Infrastruktur verwahren, ausgeben und programmieren.
Die technische Erweiterung wurde über rund 18 Monate in drei Phasen umgesetzt. Taurus arbeitet dabei mit The Hashgraph Association zusammen. Mit der nun abgeschlossenen Integration von Smart Contracts deckt die Plattform neben der Verwahrung von HBAR auch Staking, Tokenisierung und programmierbare Finanzprodukte ab.
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Die Technologie von Taurus wird bereits von mehr als 40 Banken und regulierten Finanzinstituten genutzt. Dazu zählen unter anderem Deutsche Bank, CACEIS und State Street. Diese Institute werden als bestehende Nutzer der Taurus-Infrastruktur genannt, nicht als Mitentwickler der Plattform.
Kamal Youssefi, seines Zeichens Präsident der Hashgraph Association, führt aus, dass weltweit starke Fortschritte in der Regulierung zu einer weiteren Reifung des Marktes beitragen werden:
“Mit dem Inkrafttreten des MICA-Regulierungsrahmens in Europa und den Fortschritten in den USA im Zusammenhang mit dem Clarity Act können institutionelle Anleger und streng regulierte Finanzinstitute nun problemlos und mit Zuversicht in den Web3-Bereich einsteigen – dank der vollständigen Integration des Hedera-Technologie-Stacks in die Krypto-Infrastrukturlösungen von Taurus.”
Von HBAR-Verwahrung bis zu tokenisierten Anleihen
Die Integration erstreckt sich auf Taurus-PROTECT, Taurus-EXPLORER und Taurus-CAPITAL. Unterstützt werden HBAR-Custody und Staking, Node-Infrastruktur sowie die Ausgabe nativer Token über den Hedera Token Service.
Hinzu kommt Hederas EVM-kompatibler Smart Contract Service. Entwickler können damit Solidity und gängige Werkzeuge aus dem Ethereum-Ökosystem einsetzen. Für Banken ist das vor allem aus infrastruktureller Sicht relevant. Eine bestehende Custody-Integration muss nicht zwangsläufig ersetzt werden, wenn später zusätzliche Anwendungsfälle wie Fonds-Tokenisierung, Stablecoins oder programmierbare Anleihen hinzukommen.
Das adressiert ein bekanntes Problem institutioneller Digital-Asset-Projekte. Banken beginnen häufig mit Verwahrung und bauen ihre Strategie erst später aus. Unterstützt ein Anbieter die nächste Produktstufe nicht, folgen neue Ausschreibungen, zusätzliche Due-Diligence-Prozesse und weitere technische Integrationen.
Mit der vollständigen Hedera-Unterstützung will Taurus diese Schritte innerhalb einer bestehenden Infrastruktur abbilden. Neue Anwendungen lassen sich damit eher als Erweiterung einer bestehenden technischen Umgebung umsetzen, statt erneut einen Anbieter auszuwählen und vollständig zu integrieren.
Smart Contracts erweitern den Zugang für Finanzdienstleister
Die neue Smart-Contract-Unterstützung richtet sich nicht nur an Banken selbst. Auch Anbieter von Tokenisierungsplattformen, Stablecoin-Infrastrukturen und Fondsadministration können Anwendungen auf Hedera betreiben und dabei Taurus für die Verwahrung nutzen.
The Hashgraph Association unterstützte die technische Umsetzung über Förder-, Schulungs- und Ökosystemprogramme. Die Partnerschaft mit Taurus wurde 2025 angekündigt. Inzwischen ist Taurus auch Mitglied des Global Membership Program der Organisation.
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Hedera ist ein öffentliches Distributed-Ledger-Netzwerk, dessen Nodes von einem Council internationaler Unternehmen und Organisationen betrieben werden. Dazu zählen unter anderem Google, IBM, Deutsche Telekom und Standard Bank sowie seit 2026 auch Accenture und FedEx.
Für Banken verschiebt sich damit zugleich die Bewertung von Blockchain-Infrastruktur. Neben Sicherheit, regulatorischer Einbindung und Custody rückt stärker die Frage in den Vordergrund, wie viele spätere Anwendungen ein Anbieter bereits technisch abdecken kann.













