Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat am Dienstag über zwei neue Entwicklungen im Cardano-Ökosystem berichtet.
RealFi startet im Testnet und hat bereits mehr als 1.000 Nutzer
Im ersten Livestream sprach Hoskinson über RealFi. Das Mikrofinanzprojekt ist aus Input Outputs jahrelangen Bemühungen in Afrika entstanden. Ursprünglich wollte Input Output (IOG) direkte Kooperationen mit Regierungen in Ländern wie Ruanda, Äthiopien und Burundi aufbauen. Diese Strategie sei jedoch gescheitert, wie Hoskinson verriet:
„Was wir in den Gesprächen mit ihnen festgestellt haben, ist: Krypto interessiert sie wirklich nicht. Und zweitens, um es freundlich auszudrücken, ihre Prioritäten waren nicht mit dem vereinbar, was wir erreichen wollten.“
IOG verlagerte seinen Schwerpunkt daraufhin auf Mikrofinanzierung und baute RealFi über mehrere Jahre auf. Hoskinson investierte nach eigenen Angaben mehrere Millionen US-Dollar in das Cardano-Projekt. Und das hat sich bisher gelohnt, wie Hoskinson enthüllte. Es seien bereits zahlreiche Kredite in Kenia und Uganda abgewickelt worden, das Potential sei enorm, wie Hoskinson jüngst erklärte.
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Der entscheidende Unterschied zu den meisten DeFi-Protokollen liegt laut Hoskinson dort, wo die Rendite entsteht. Die Erträge stammen aus realen Kreditgeschäften und damit von von echten Menschen:
„Das ist eine der wenigen DeFi-Anwendungen, bei denen die Rendite tatsächlich von außerhalb des Kryptobereichs kommt. In einem Bärenmarkt ist das ein verdammt starkes Produkt.“
Etwas mehr als eine Woche nach dem Start der ersten Testnet-Phase haben sich laut RealFi bereits mehr als 1.000 Nutzer registriert. Rund 500 aktive und verifizierte Wallets nehmen am Test teil. Im Laufe des Sommers soll sich das Produkt schrittweise in Richtung Cardano-Mainnet bewegen. Hoskinson versprach:
„RealFi wird ein großer TVL- und Transaktionsgenerator für Cardano sein. Menschen müssen Kapital in den RealFi-Contract einzahlen, es wird Rendite erzeugt und diese Rendite wird ausgezahlt. Das bedeutet viele Transaktionen und viel TVL.“
Langfristig soll RealFi zudem mit Bitcoin DeFi und Midnight verbunden werden. Midnight-basierte Identitätslösungen sollen für KYC-Prozesse eingesetzt werden, während Stablecoins für Kredittransaktionen dienen.
Hoskinson veröffentlicht selbst entwickelten Cardano-Code
Im zweiten Livestream stellte Hoskinson ein von ihm selbst entwickeltes Open-Source-Projekt vor. Hoskinson begann die Entwicklung unmittelbar nach dem SecondFi-Hack. Ziel war es zu prüfen, ob sich die neuen Zero-Knowledge-Funktionen von Cardano für eine Wallet-Wiederherstellung nutzen lassen.
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Das Ergebnis ist ein Recovery-Proof-of-Concept auf Basis von Groth16. Nutzer können damit kryptografisch nachweisen, dass ihre 24 Seed-Wörter zu ihnen gehören. Hoskinson demonstrierte das Verfahren live im Stream.
Er bezeichnete das Projekt als einen der bislang umfangreichsten für Cardano entwickelten Groth16-Circuits. Gleichzeitig warnte er ausdrücklich davor, den Code bereits produktiv einzusetzen:
„Das ist kein Production Code. Obwohl sehr viel Arbeit in die Formalisierung, Lean, Property-based Testing, Fuzzing und viele weitere Dinge geflossen ist, schreibe ich keinen Production Code. Das macht jemand anderes.“








