IOTA hat mit der Node-Version v1.31.2 die Protokollversion 34 im Mainnet aktiviert. Das Update betrifft vor allem Validatoren, Betreiber von Netzwerkinfrastruktur und Entwickler. IOTA-Besitzer müssen nichts unternehmen.

IOTAs Mainnet läuft jetzt mit Protokollversion 34

Die Softwareversion v1.31.2 wurde am 9. September veröffentlicht. Sie konnte frühestens mit dem Beginn von Epoche 493 am 10. September um 09:42 Uhr deutscher Zeit aktiviert werden. Das offizielle Mainnet meldet inzwischen Epoche 494 und Protokollversion 34 – die erforderliche Schwelle wurde damit erreicht.

Das Update verändert weder Wallets noch den Umgang mit IOTA-Token. Es betrifft die Verarbeitung von Transaktionen, die Verbindungen zwischen Nodes und den Zugriff auf ältere Netzwerkdaten.

Auch bei Geschwindigkeit und Gebühren kündigt IOTA keine unmittelbare Änderung an. Mehrere neue Funktionen sind zwar bereits im Programmcode enthalten, bleiben aber vorerst ausgeschaltet.

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Direkt wirksam ist eine Änderung bei gesponserten Transaktionen. Dabei übernimmt ein anderes Konto die Gebühren für den eigentlichen Nutzer, beispielsweise eine Anwendung, die ihren Kunden eine gebührenfreie Bedienung ermöglichen möchte.

Ab Protokollversion 34 ist die bisherige Move-basierte Authentifizierung von Sponsor-Konten im Mainnet deaktiviert. Das betrifft jedoch nur diesen einzelnen technischen Weg. Gesponserte Transaktionen sind weiterhin möglich.

Version 34 enthält zudem ein neues Modul namens „Deny Rules“. Es soll künftig Regeln ermöglichen, mit denen bestimmte Transaktionen abgelehnt werden können. Die dafür notwendige Governance-Funktion ist jedoch noch nicht aktiviert.

IOTA bereitet außerdem eine Begrenzung gleichzeitig ausgeführter Transaktionen vor. Sie soll verhindern, dass zu viele Aufgaben parallel verarbeitet werden und die Nodes überlasten. Nach einer späteren Aktivierung könnten Transaktionen bei hoher Auslastung warten oder abgebrochen werden.

Der dafür notwendige Parameter ist derzeit nicht gesetzt. Auch die P-COOL-Änderung gegen Konflikte mit unveränderlichen Daten greift erst nach einer späteren Aktivierung. Für das Mainnet ändert sich an diesen Stellen vorerst nichts.

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Weitere technische Änderungen

Eine weitere Änderung betrifft Indexer. Diese bereiten IOTA-Netzwerkdaten für Explorer, Anwendungen und Analysedienste auf. Bei Instanzen, die aus einem offiziellen Snapshot wiederhergestellt wurden, konnten Tabellen für Transaktionen und Ereignisse unbegrenzt wachsen, weil alte Einträge nicht richtig bereinigt wurden. Auf GitHub heißt es dazu:

„Der Patch behebt einen Fehler bei Wiederherstellungen. Betroffene Indexer-Betreiber sollten sofort aktualisieren; während der automatischen Reparatur kann der Lesezugriff zeitweise ausfallen.“

Einige alte Datenbereiche müssen laut IOTA dennoch manuell gelöscht werden, sobald sie außerhalb der festgelegten Aufbewahrungsfrist liegen.

Anwendungen können nun zudem auf ein Archiv zurückgreifen, wenn ältere Transaktionen, Ereignisse oder Objektversionen aus der aktiven Datenbank entfernt wurden. Die Netzwerkgeschichte bleibt damit abrufbar, ohne alle Daten dauerhaft in der Hauptdatenbank zu speichern.

Weiterhin begrenzt IOTA mit der neuen Version Anfragen zwischen Nodes künftig auf 1 MiB und Antworten auf 128 MiB; zuvor waren jeweils bis zu 1 GiB erlaubt. Die Wartezeit für inaktive Verbindungen sinkt von 30 auf zehn Sekunden. Ausgefallene Netzwerkpartner können dadurch schneller erkannt und ersetzt werden.