Der weiterhin andauernde Konflikt im Mittleren Osten zwischen den USA und dem Iran spitzt sich in den letzten Tagen weiter zu. Der Ölpreis ist erneut auf über 97 USD gestiegen und ein absehbarer Frieden liegt weiterhin in weiter Ferne. Der Iran sucht nach immer neuen Möglichkeiten, um die verhängten Wirtschaftssanktionen zu umgehen.
Bitcoin und USDT helfen, verhängte Blockaden zu umschiffen
Der Iran ist seit Langem weitgehend vom globalen Finanzsystem abgeschnitten. Um jedoch weiterhin einen normalen Handel aufrechtzuerhalten, hat das Land seine strengen Devisenkontrollen gelockert.
Laut der Financial Times (FT) kommen für grenzüberschreitende Zahlungen vor allem Bitcoin und USDT zum Einsatz, weil damit die Einschränkungen durch den Westen ohne größere Probleme überwunden werden können.
Unter dem gelockerten System können Händler Fremdwährungen außerdem über den großen freien Devisenmarkt des Landes tauschen, anstatt staatlich genehmigte Wechselkurse zu verwenden.
Die FT zitiert einen Geschäftsmann aus Teheran:
“Die Zentralbank fragt nicht danach, wie dieses Geld transferiert wurde. […] Kryptowährungen wie Bitcoin als Bezahlung für Exporte zu erhalten, ist mittlerweile völlig etabliert.”
Alireza Bozorgmehri, Mitglied des Branchenverbands Iran Digital Transformation Association, bestätigte zudem öffentlich, dass die Zentralbank aufgrund der sich weiter verschärfenden Situation weitere Lockerungen plant.
Wenngleich das Transaktionsvolumen iranischer Kryptobörsen stark gestiegen ist, bezweifelt Bozorgmehri, dass die bewegten Finanzmittel jemals ausreichen werden, um den enormen Finanzbedarf des Landes zu decken.
Darüber hinaus konnte der Iran im Laufe der Jahre ein weiteres Standbein im Bitcoin-Mining aufbauen. Das Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic schätzt, dass auf den Iran rund 4,5 Prozent des weltweiten Bitcoin-Minings entfallen. Dies ermögliche es dem Iran:
“Handelsembargos zu umgehen und Kryptowährungen im Wert von Hunderten Millionen Dollar zu erwirtschaften, die zum Kauf von Importgütern und zur Umgehung von Sanktionen verwendet werden können […]”.
Saeed Laylaz, ein politischer Ökonom in Teheran, erklärt weiter, dass Kryptowährungen aufgrund der umfangreichen und harten Sanktionen der USA vor allem in den letzten 14 Tagen stark an Bedeutung gewonnen haben:
„Je stärker die Wirtschaft in den Untergrund gedrängt wird, desto größer wird die Notwendigkeit, Kryptowährungen zu verwenden. […] Die Blockade hat Löcher.”
Iran-Konflikt drückt Stimmung am Kryptomarkt
Seit der erneuten Eskalation in den letzten Tagen tendiert der Bitcoin-Kurs seitwärts. In den letzten 24 Stunden verzeichnet BTC zum Redaktionszeitpunkt ein Plus von 1,08 % auf 79.195 USD. (Artikel geht nach dem Chart weiter)
Damit bewegt sich Bitcoin seit dem 24.08.2026 in einer engen Range zwischen 77.000 und 82.000 USD. Wie wir bereits berichteten, muss Bitcoin auf Wochenbasis oberhalb des starken Widerstands bei 83.000 US-Dollar schließen, um den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends zu ebnen.
Tipp der Redaktion: Bitcoin-Kursanstieg: 70.000 USD oder 50.000 USD als nächstes Ziel?
Bitcoin-ETFs konnten zuletzt ihre Erfolgsserie fortsetzen und innerhalb von drei Wochen mehr als 3,8 Milliarden USD einsammeln. Das verwaltete Nettovermögen aller US-Spot-Bitcoin-ETFs liegt laut SoSoValue aktuell bei 99,52 Milliarden US-Dollar. Die Spot-ETFs halten damit rund 6,31 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung.













