Der Bitcoin-Kurs tendiert seit nunmehr 14 Tagen in einer engen Preisspanne zwischen 77.000 und 82.000 USD. Seitdem gab es keinen klaren bullischen Impuls, um den zuletzt fulminanten Anstieg von 64.000 USD auf das heutige Niveau weiter fortzusetzen.
In den letzten 24 Stunden verzeichnet BTC ein Minus von 1,54 % auf einen Preis von 78.035,23 USD. (Nach dem Chart geht der Artikel weiter)
In einem neuen Interview auf CNBC hat Coinbase-CEO Brian Armstrong sein Bitcoin-Kursziel von 400.000 USD bis 2030 bekräftigt:
“Die kurze Antwort lautet: ja. 400.000 USD ist ein realistisches Ziel bis 2030.”
Interessant ist dabei nicht die eigentliche Preisprognose, sondern welche Faktoren seiner Meinung nach maßgeblich zum Erreichen dieses Preisniveaus beitragen werden.
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Bitcoin-Kurs kann weiter steigen, auch ohne Clarity Act
Laut Armstrong könnte Bitcoin auch dieses Mal dem 4-Jahreszyklus folgen. Normalerweise beginnt dieser Zyklus mit einer einjährigen Korrekturphase, die laut dem Coinbase-CEO jetzt gerade ihr Ende findet:
“Es gibt einen Anstieg, dann etwas Euphorie – etwas Euphorie –, anschließend gibt es eine Abwärtsphase.
Die meisten dieser Abwärtsbewegungen dauern ungefähr ein Jahr, und wir haben bei dieser aktuellen Abwärtsphase gerade die Ein-Jahres-Marke überschritten.”
Bitcoin hat den Boden knapp unter 60.000 USD gefunden, sodass seiner Meinung nach jetzt der Weg für weitere Kursanstiege frei ist:
“Ich persönlich glaube deshalb, dass Bitcoin in diesem jüngsten Zyklus seinen Tiefpunkt bereits erreicht hat.
Wir haben bereits gesehen, dass der Kurs von ungefähr 60.000 wieder gestiegen ist.”
Sehr wichtig wird seiner Meinung nach auch der Clarity Act, da diese gesetzliche Grundlage die genauen regulatorischen Rahmenbedingungen definiert:
“Viele Menschen werden nun auf den CLARITY Act schauen. Und falls er scheitert, werden sie auf die anschließenden regulatorischen Regeln achten, die danach veröffentlicht werden.”
Nach der Verabschiedung könnte zusätzliches institutionelles Kapital in den Kryptomarkt fließen, da die endgültige Umsetzung die seit Langem benötigte Klarheit für Banken und Vermögensverwalter bringt:
“Es ist gewissermaßen ein regulatorisches Häkchen, das gesetzt werden muss. Es wäre sicherlich ein großer Meilenstein, um institutionelles Kapital freizusetzen und Dinge wie tokenisierte Aktien und ähnliche Produkte in die Vereinigten Staaten zu bringen. Das wäre sehr positiv.”
Auf die Frage hin, was passieren würde, wenn der Clarity Act nicht beschlossen wird, erklärt Armstrong, dass die SEC und die CFTC bereits weitgehende regulatorische Anpassungen vorbereitet haben:
“Selbst wenn das Gesetz nicht verabschiedet wird, haben SEC und CFTC bereits erklärt, dass sie kurz davorstehen, im Rahmen ihrer bestehenden Befugnisse eigene Regeln und Ausnahmeregelungen für Innovationen zu veröffentlichen, falls der Senat das Gesetz nicht verabschiedet.
Deshalb glaube ich, dass wir so oder so innerhalb des kommenden Monats oder ungefähr in diesem Zeitraum regulatorische Klarheit bekommen werden.”
Zuletzt stellten weiterhin die Ethikregeln einen Streitpunkt zwischen Republikanern und Demokraten dar.
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Auch hinsichtlich dieser großen Meinungsverschiedenheit sieht Armstrong eine Lösung am Horizont, die bereits kurz vor einer Einigung steht:
“Die Demokraten haben meines Wissens etwas verlangt, das noch ein Stück weitergeht und auch eine Veräußerung beziehungsweise Trennung von entsprechenden Vermögenswerten beinhalten würde.
Nach meinem Verständnis laufen diese Gespräche derzeit aktiv.
Für mich ist das möglicherweise eines der letzten Teile, die noch an ihren Platz fallen müssen, bevor es zur Abstimmung am 15. September kommt. Und offenbar sind sie einer Lösung sehr nahe.”
Anleiherückkäufe stärken bullische Investmentthese von Bitcoin
Wie wir bereits berichteten, hat Finanzminister Bessent angekündigt, US-Staatsanleihen in Höhe von mehr als 4 Milliarden USD pro Emission zurückzukaufen. Dies könnte den US-Dollar weiter schwächen und Bitcoin den Rücken stärken. Armstrong führt dazu aus:
“Nun, diese Dinge hängen miteinander zusammen. Das stimmt. Ich denke, wenn Regierungen – wenn die Staatsausgaben ein wenig außer Kontrolle geraten –, fließen Geld und Kapital wieder zurück in Bitcoin. Fast so wie bei Gold. Bitcoin ist eine digitale Version von Gold.
Das hängt auch mit Stablecoins zusammen, denn nach dem GENIUS Act sind regulierte Stablecoins nun strukturelle Käufer von US-Staatsanleihen. Das trägt ebenfalls dazu bei, diese Zinssätze nach unten zu drücken.”
Ein weiterer Kurstreiber ist das für April 2028 erwartete Bitcoin-Halving. Er erklärt dazu weiter:
“Dann gibt es noch das nächste Bitcoin-Halving. Das ist, ich weiß es nicht genau, ungefähr anderthalb Jahre entfernt.
Und normalerweise sehen wir bereits im Vorfeld eines solchen Ereignisses Kursanstiege.
Deshalb denke ich, dass die kommenden ein bis zwei Jahre gut für Bitcoin sein werden.”
Vermögensverwalter und Banken sprechen von ähnlichen Zielen, die teilweise sogar noch höher liegen. Bernstein hält einen Bitcoin-Kurs von einer Million USD bis 2031 für realistisch. Der amerikanische Broker River prognostiziert einen BTC-Kurs von 840.000 USD im Basisszenario bis zum Jahr 2030.
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Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Bitcoin-Prognosen der bekanntesten Banken und Vermögensverwalter weltweit.
| Experte / Institution | Bitcoin-Prognose | Zeithorizont | Begründung / Szenario |
|---|---|---|---|
| Cathie Wood / ARK Invest | 710.000 USD Base Case bis zu 1,5 Mio. USD Bull Case |
2030 | Institutionelle Adoption, Bitcoin als digitales Gold, ETFs und steigende Nachfrage bei begrenztem Angebot. |
| Brian Armstrong / Coinbase | 1 Mio. USD | bis 2030 | Begrenztes Bitcoin-Angebot, zunehmende institutionelle Akzeptanz und klarere Regulierung. Armstrong bekräftigte seine Prognose auch 2026. |
| Jack Dorsey / Block | mindestens 1 Mio. USD | 2030 | Dorsey sieht insbesondere das wachsende Bitcoin-Ökosystem und die Netzwerkeffekte als langfristige Werttreiber. |
| Arthur Hayes / BitMEX & Maelstrom | 1 Mio. USD | bis 2028 | Hayes erwartet stark steigende Dollar-Liquidität, hohe Staatsverschuldung und monetäre Expansion als zentrale Bitcoin-Treiber. |
| Bernstein Research u. a. Gautam Chhugani |
500.000 USD bis 2029 1 Mio. USD bis 2033 |
2029–2033 | Langfristige institutionelle Nachfrage, Bitcoin-ETFs, Angebotsknappheit und zunehmende Integration in traditionelle Portfolios. |
| Bitwise Asset Management Matt Hougan & Research-Team |
1,3 Mio. USD | 2035 | Bitwise kalkuliert langfristig mit rund 28,3 % durchschnittlichem jährlichem Kurswachstum und einer stärkeren institutionellen Rolle von Bitcoin. |
| Standard Chartered Geoffrey Kendrick |
300.000 USD bis 2028 500.000 USD bis 2030 |
2028–2030 | Das zuletzt veröffentlichte Modell setzt auf ETF-Nachfrage und institutionelle Adoption. Die Bank hatte frühere, aggressivere Kursziele nach unten angepasst. |
| Larry Fink / BlackRock | 500.000–700.000 USD | Bedingtes Szenario | Fink nannte diese Größenordnung für den Fall, dass große institutionelle Investoren weltweit etwa 2–5 % ihrer Portfolios in Bitcoin allokieren. Kein formelles BlackRock-Kursziel. |
| VanEck Matthew Sigel & Patrick Bush |
2,9 Mio. USD Base Case | 2050 | VanEck modelliert Bitcoin langfristig als internationales Settlement- und Reserve-Asset und kalkuliert im Basisszenario mit rund 15 % jährlichem Wachstum. |
| Michael Saylor / Strategy | 21 Mio. USD | 2046 | Saylor geht von einer langfristigen Monetarisierung Bitcoins als globales digitales Kapital und stark wachsender institutioneller Adoption aus. |
Stand: 10. September 2026. Bei den Angaben handelt es sich um öffentlich kommunizierte Prognosen, Modellrechnungen oder Szenarien der jeweiligen Personen und Institutionen. Kursziele können später geändert werden und stellen keine Garantie für die zukünftige Entwicklung von Bitcoin dar.











